Liebe Ringregister-Community,

ich melde mich aus dem Urlaub zurück – und diesmal mit einer Geschichte, die ich selbst kaum fassen kann. Wäre es mir nicht passiert, ich hätte sie wohl nicht geglaubt.

Meine Frau und ich waren in Kroatien, entspannt am Meer. Wir schwammen gemeinsam zur Schwimmbegrenzung hinaus, unterhielten uns, lachten, genossen das Wasser. Doch als ich später wieder auf meiner Liege lag und zufällig auf meine Hand schaute, stockte mir der Atem: Mein Ring war weg.

Der Ehering – den ich nie ablege, nicht einmal nachts – war spurlos verschwunden. Ich hatte mich kurz zuvor leicht an einem Felsen im Wasser verletzt, also wusste ich: Er musste auf dem Weg vom Ufer bis zur Begrenzung verloren gegangen sein.

Ich reagierte sofort. Organisierte zwei Tauchermasken, schnappte mir meinen Schwager und durchkämmte mit ihm den gesamten Bereich. Keine Spur vom Ring.

Aber wer mich kennt, weiß: Aufgeben ist keine Option. Also sprach ich jeden am Strand an, der eine Taucherbrille dabeihatte. Am Ende suchten über 20 Menschen mit – manche sogar ohne Ausrüstung. Ich setzte 500 € Finderlohn aus. Und trotzdem: Der Ring blieb verschwunden.

Und jetzt kommt der verrückteste Teil:
Ich bin selbst der Gründer von ringregister.de – der Plattform, auf der man verlorene Ringe registrieren und wiederfinden lassen kann. Und nun stand ich genau auf der anderen Seite. Wer hätte das gedacht?

Zurück im Hotel schrieb ich also meine eigene Suchanzeige, so wie es auch unsere Nutzer tun. Ich teilte sie über alle Plattformen, auf denen wir aktiv sind. Zusätzlich schaltete ich eine gezielte Facebook-Werbung – 20 € pro Tag, mit einem Umkreis von 40 Kilometern rund um Rovinj.

Am Abend saßen wir auf der Terrasse. Und dann: eine Nachricht auf Facebook.
Jemand hatte den Ring gefunden.

Ich konnte es kaum glauben. Ich rief ihn direkt an – und zehn Minuten später trafen wir uns am Busbahnhof von Rovinj. Und tatsächlich: Er hielt meinen Ring in der Hand.
Mein tiefster Dank geht an Goran – du bist der Held meiner Geschichte.

Auf meine Frage, wie er auf die Anzeige gestoßen sei, meinte er ganz trocken: „War Werbung. Ist mir beim Scrollen durch die Timeline aufgefallen.“

Wie hoch ist bitte die Wahrscheinlichkeit,
– dass ich, der Gründer von ringregister.de, selbst meinen Ring verliere,
– eine Anzeige schalte
– und noch am selben Tag den Ring zurückbekomme?

Ich sage es euch: Gebt die Hoffnung nie auf.
Wunder geschehen. Manchmal schneller, als man denkt.

Lieber Herr Wölk,

ich kann es immer noch nicht richtig fassen: gestern habe ich meinen goldenen Ehering zurück erhalten, den ich seit dem 10. Oktober 2025 vermisst habe! Die Finderin war eine unglaublich nette Frau. Ich bin für die Übergabe von Stuttgart nach Augsburg gefahren und habe die Frau am Bahnhof in Augsburg getroffen. Sie hatte den Ring vor etwa 2 Wochen im Zug von Aalen nach Augsburg gefunden. Mit diesem Zug war ich am 10.10.2025 unterwegs, d.h. der Ring ist jetzt 5 Monate lang Tag für Tag auf dieser Strecke mitgependelt, bis er gefunden wurde. Glücklicherweise kannte der Sohn das Ringregister und so kam der Kontakt zustande!

Es war ein sehr emotionales Treffen, bei dem auch mein Mann dabei war. Ich bin dem Ringregister und Ihnen, Herr Wölk, unendlich dankbar. Ich hätte nie gedacht, dass soetwas tatsächlich passieren kann. Bei den derzeitigen Goldpreisen war ich inzwischen davon überzeugt, dass sich irgendjemand an meinem Ring bereichert hat. Weit gefehlt! Es gibt einfach tolle und ehrliche Menschen!


Andrea, Stuttgart